Drittmittelfinanzierung

2005-2008 DFG: Die Assoziation von Impulsivität und Trinkverhalten im Jugend- und jungem Erwachsenenalter: eine prospektive Familienstudie
2006-2008 DFG (mit Freyberger und Hamm): Affektive Dysregulation bei Patienten mit einer Borderline-Persönlicheittsstörung
2007-2009 Bundesministerium für Gesundheit: Forschungsgutachten zur Ausbildung von Psychologischen Psychotherapeuten/innen
2009-2010 Christina Barz-Stiftung (mit Wolke und Sieswerda): Wahrnehmungsverzerrung bei Patientinnen mit Essstörungen
2010-2012 DFG: How universal is depression? Excellence Cluster C: Health and Environment
2010-2013 DFG: Differentielle Entwicklungspfade von Substanzstörungen vom Jugend- zum Erwachsenenalter: Die Bedeutung von Persönlichkeitsentwicklung, Alkoholwirkungserwartungen und Emotionsregulation
2012-2016 BMBF: CANSAS: Childhood Abuse and Neglect as a cause and consequence of Substance Abuse – understanding risks and improving Services. Missbrauch und Gewalt, Verbundprojekt. Missbrauch und Vernachlässigung im Kindesalter als Ursache von Substanzmissbrauch: Der Einfluss von Emotionsregulation (Heidelberg)
Projektantrag gestellt Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung: Evaluation des ICF-orientierten „Rehabilitationskonzepts thermische Verletzungen“
   
  Fields of Focus (FoF4):
03-14 bis 09-15 Self-regulation through goal-setting: Implications for performance-at-work in employees at-risk for psychological disorders (mit Prof. Dr. Christiane Schwieren (Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften), Smarandita Ceccato, M.A. (Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften), Dr. Katja Bertsch (Uniklinikum HD / Zentrum für Psychosoziale Medizin))
03-13 bis 03-14 Alle gegen einen? Effekte individueller Selbstregulationsdefizite auf ökonomisches Handeln in Gruppen (mit Prof. Timo Goeschl, PhD (Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften), PD Dr. Knut Schnell (Uniklinikum HD / Zentrum für Psychosoziale Medizin))

 

Projekte

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Forschungsprofil

Seit 2003 beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema der Emotionsregulation und wie Emotionsregulationsprozesse Psychopathologie bzw. Wohlbefinden determinieren (u.a. am Beispiel der Borderline Persönlichkeitsstörung, der Depression oder auch anderer psychischer Störungen (Barnow, 2012, 2014; Barnow et al., 2013; Barnow et al., 2012). Hierbei haben wir folgende zentrale Fragestellungen untersucht: Wie regulieren Personen ihre Emotionen?; Welche Mechanismen moderieren die Assoziation zwischen Emotionsregulation und Psychopathologie bzw. Wohlbefinden?; Wie lassen sich Emotionsregulationsprozesse valide erfassen und messen?; Welche Prozesse bestimmen die Assoziation zwischen Kognition und Emotion und welche Bedeutung hat dabei die Emotionsregulation?; Lässt sich über ein intensives Training von Emotionsregulation die psychische Gesundheit verbessern?; Falls ja, wie stark sind die Effekte und zeigen sie eine gewisse Stabilität über die Zeit?

Diese und andere Fragestellungen wurden über verschiedene Forschungsprojekte umgesetzt, u.a. der prospektiven Greifswalder Familienstudie, (3 Messzeitpunkte über 10 Jahre), experimentellen Untersuchungen zur affektiven Dysregulation bei der Borderline Störung (beide gefördert über die DFG) und dem Verbund-Projekt CANSAS (BMBF). Die Ergebnisse dieser Studien sind in zahlreichen Veröffentlichungen dargestellt, die zehn wichtigsten finden Sie unter ‚Publikationen‘.

Zusammenfassend konnten wir dokumentieren, dass Emotionsregulationsprozesse nicht nur mit Psychopathologie und Wohlbefinden assoziiert sind, sondern dass hierbei besonders intrapsychische Verläufe von Bedeutung sind und minimale emotionale Dysregulationen Psychopathologie vorhersagen können. Weiterhin konnten wir zeigen, dass Emotionsregulationsstrategien in unmittelbarem Zusammenhang mit u.a. frühen Missbrauchserfahrungen und späterer Psychopathologie stehen, insofern als dass sie beispielsweise Substanzmissbrauch, depressive - und posttraumatische Symptome befördern bzw. ihnen vorausgehen. Aufbauend auf diesen Befunden haben wir ein Gruppentraining „Gefühle im Griff“ entwickelt, dass u.a. in dem gleichnamigen Buch (Barnow, im Druck, 3. Aufl.) und in dem ‚Emotionsregulationstrainingsmanual für Therapeuten/innen‘ (Barnow, Reinelt, Sauer, 2016) beschrieben ist.

Insgesamt wurden durch meine Arbeitsgruppe über 160 peer-reviewte Publikationen umgesetzt, ich habe zudem Kapitel für etwa 50 Bücher beigetragen und 8 Bücher verfasst bzw. mit herausgegeben. Die Arbeit unserer Arbeitsgruppe wurde in hochrangigen psychologischen Zeitschriften veröffentlicht, u.a. in Psychological Medicine, Biological PsychiatryAmerican Journal of PsychiatryCognition and Emotion und NeuroImage. Ein Anliegen unserer Arbeitsgruppe ist es, die Messung von Emotionsregulationsprozessen zu optimieren und gleichzeitig zu verstehen, über welche Mechanismen Emotionsregulation auf die psychische Gesundheit Einfluss nimmt. Hierzu arbeiten wir mit einigen der angesehensten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen international zusammen, u.a. James Gross, Gal Sheppes, Georg Northoff, Kathleen Vohs und Sabine Herpertz. Hierzu sind zudem eine Vielzahl von Präsentationen auf nationalen und internationalen Kongressen gehalten worden und wir haben mehrere internationale Closed Workshops organisiert. Im Jahr 2012 wurde ich mit dem Marsilius Fellowship ausgezeichnet, das mir erlaubte, mich auf interdisziplinäre Aspekte der Emotionsregulationsforschung zu fokussieren. Ausführliche Informationen zu meinen Forschungsprojekten, Auszeichnungen, Herausgeberschaften und meiner Gutachtertätigkeit finden Sie im CV und in der Beschreibung der einzelnen Projekte.