Beschreibung

Die Greifswalder Familienstudie fand ihren Ursprung in der großen bevölkerungsassoziierten Untersuchung “Study of Health in Pomeraniy (SHIP). In SHIP wurden zwischen 1997 und 2000 etwa 4300 Frauen und Männer zwischen dem 20. und 79. Lebensjahr in Mecklenburg-Vorpommern umfangreich medizinisch und mittels psychosozialer Fragebögen untersucht.

Aus dieser Stichprobe wurden für die Familienstudie alle Personen ausgewählt die angaben a) mit Kindern zusammen im Haushalt zu leben, b) selbst zumindest zeitweise Alkohol zu trinken und die zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr alt waren. Insgesamt konnten 311 Familien, davon 387 Jugendliche und 527 Eltern vollständig untersucht werden.

Eltern und deren jugendliche Kinder wurden mit einer Vielzahl von Interviews in ihren Haushalten untersucht. Wir verwendeten Diagnostische Interviews für Psychische Störungen, das Strukturierten Interview zur Genetik von Alkoholismus sowie Intelligenztests für Erwachsene und Kinder. Zusätzlich kamen verschiedene Fragebögen zur Anwendung. Dies waren Fragebögen zur Erfassung von Erziehungsverhalten, emotionalen- und Verhaltensproblemen, Selbstwert, Substanzgebrauch im Freundeskreis, Persönlichkeitsmerkmalen und Geburtskomplikationen. Außerdem konnte eine DNA-Bank mit ca. 650 Proben gesammelt werden.

Der erste Messzeitpunkt (gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung) lag zwischen 1998-2001. Zwischen 2004 und 2007 wurden alle Familien erneut untersucht. Zum zweiten Messzeitpunkt wurden darüber hinaus alle Jugendlichen (N=387) umfänglich neuropsychologisch und neurophysiologisch untersucht. Vor kurzem hat eine zweite Nachuntersuchung aller Familien begonnen. Die zweite und die aktuelle dritte Runde wurden bzw. werden durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

In dieser dritten Runde liegt unser Schwerpunkt, neben den bisherigen Aspekten, ganz besonders auf Gefühlen und dem Umgang mit ihnen. Unsere zentrale Untersuchungsfrage ist dabei: "Wie beeinflussen Gefühle und der Umgang mit Gefühlen das psychische und körperliche Wohlbefinden?"

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Greifswalder Familienstudie