Experimentelle Neuropsychologie

der Emotionsregulation

Wohlbefinden und Psychopathologie

im Zusammenhang mit Emotionsregulation

Entwicklungsfaktoren

von Emotionsregulation

Psychotherapieforschung

Gefühle im Griff

Methoden

zur Erforschung von Emotionsregulation

Forschungsprofil der Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie

Die Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie beschäftigt sich mit der Untersuchung der Bedeutung von Emotionen und deren Regulation (Emotionsregulation, ER) für psychisches Wohlergehen und Psychopathologie. Dabei geht es uns darum, besser zu verstehen, welche ER-Prozesse wichtig für seelische Gesundheit sind und wie die Regulation von Gefühlen dazu beitragen kann, langfristig psychische und körperliche Gesundheit zu befördern. Wir gehen dabei nicht davon aus, dass es ausreichend ist, bestimmte ER-Strategien mittels Fragebogen zu untersuchen und die Befunde mit subjektiven Messungen der psychischen Gesundheit zu korrelieren. Stattdessen ist unsere Annahme, dass ER-Prozesse komplex - und unter anderem davon abhängig sind, wie stark eine Emotion ist (Intensität), wie lange sie andauert, wie effizient man Gefühle in bestimmten Situationen (Kontext) regulieren kann und wie flexibel jemand dabei ist und wie zielgerichtet der Prozess ist. Außerdem sind wir der Überzeugung, dass das emotionale Erleben und ER von Individuen während des Alltags erfasst werden muss, um valide Aussagen darüber machen zu können, wie eine Person typischerweise Gefühle reguliert und welche Auswirkungen das auf die psychische und körperliche Gesundheit hat. Dabei interessieren uns sowohl die Unterschiede in spezifischen Gruppen (bspw. Traumatisierte versus nicht Traumatisierte), als auch der intraindividuelle Verlauf (Variabilität) von ER im Alltag. U.a. untersuchen wir folgende Fragestellungen:

  1. Welche Bedeutung haben Gruppenunterschiede für das Verständnis einer spezifischen psychischen Störung (bspw. grübeln Depressive länger, häufiger und intensiver als gesunde Personen? Ist Grübeln Folge oder Ursache der Störung?)
  2. Wie wirkt sich die Flexibilität der ER und emotionale Schwankungen einer Person auf deren psychische Gesundheit aus? Welche Bedeutung hat das für das Verständnis der individuellen psychischen Entwicklung während der Lebensspanne?
  3. Welche Aspekte der ER sind dabei von besonderer Bedeutung: u.a. Flexibilität? Effizienz?, Adaptivität? Häufigkeit der Anwendung?
  4. Wie hängen ER-Prozesse mit neurobiologischen Stress-Markern (u.a. Cortisol und Alpha Amylase) zusammen und welche Auswirkungen hat eine dysregulierte Stressachse auf die ER im Alltag?
  5. Welche Regionen im Gehirn sind spezifisch mit ER assoziiert und welche ER Defizite zeigen sich wenn für die ER entscheidende Hirnareale entfernt wurden (Läsionsstudien).